Prompt Engineering versteht sich dabei als prozesshafte Gestaltungsaufgabe. Prompts entstehen im Zusammenspiel von Fragestellung, Kontext, Modellverhalten und Ziel. Durch iterative Entwicklung, Vergleich und begleitende Reflexion werden Annahmen sichtbar, Entscheidungen überprüfbar und Ergebnisse gezielt verbessert. Effizienz entsteht aus Struktur – nicht aus zufälligen oder isolierten Eingaben. Prompt Coach stützt diese Arbeitsweise, indem es Prompts als entwickelbare Artefakte behandelt. Struktur, Einsatzkontext und Wirkung lassen sich dokumentieren und über mehrere Iterationen hinweg nachverfolgen. So wird Prompt Engineering nicht nur produktiv, sondern auch analysierbar und vermittelbar.
Die Anwendung trägt dem Rechnung, dass Prompt Engineering im Selbststudium ebenso stattfindet wie im Team. Sie bietet Raum für eigenständiges, exploratives Arbeiten und für gemeinsame Entwicklungsprozesse in Lehrveranstaltungen, Forschungsprojekten oder Qualifizierungsformaten in Organisationen. In beiden Fällen bleibt die Weiterentwicklung von Prompts transparent, ohne Lernprozesse unnötig zu formalisieren.
Prompt Coach versteht sich als unterstützende Infrastruktur. Die Verantwortung für Bewertung, Einordnung und Erkenntnis liegt bei den Nutzenden. Die Anwendung schafft jedoch Bedingungen für eine reflektierte Nutzung generativer KI – durch Vergleichbarkeit, dokumentierte Entwicklungsverläufe und die Möglichkeit, Prompts gezielt weiterzuentwickeln. So trägt Prompt Coach dazu bei, Prompt Engineering als professionelle Praxis zu etablieren, die in Lehre, Forschung und Organisationsentwicklung verantwortungsvoll eingesetzt und weitergegeben werden kann.
- Raumspezifische Entwicklungsräume und Zusammenarbei: Konfigurierbare Räume für die Lehre und Workshops im ZIM-Medienlabor. Prompts können gemeinsam entwickelt, kommentiert und weitergeführt werden, während individuelle Beiträge, Varianten und Entwicklungsstände sichtbar bleiben.
- Strukturierte Prompt-Vorlagen und Prompt-Arten: Entwicklung von Prompts auf Basis strukturierter Vorlagen mit definierten Eingabefeldern (z. B. Titel, Kontext, Zielsetzung, Beschreibung, Schlüsselbegriffe). Unterstützung unterschiedlicher Prompt-Arten wie Text-, Bild-, Video- und Sound-Prompts, domänenspezifischer Prompts sowie KI-Agenten.
- Intelligente Filterfunktionen und Kategorien: Frei definierbare Filterkriterien (z. B. Szenarien, Frameworks, Meta-Filter) zur gezielten Strukturierung, Auswahl und Analyse eigener Prompt-Vorlagen. Filter können kombiniert, gespeichert und erneut angewendet werden.
Lesezeichen und Hervorhebung relevanter Prompt-Vorlagen: Markierung wichtiger Prompt-Vorlagen und Entwicklungsstände zur schnellen Wiederauffindbarkeit und fokussierten Weiterarbeit innerhalb umfangreicher Prompt-Bestände.
- KI-gestützte Funktionen zur Unterstützung der Prompt-Entwicklung: Zur
Unterstützung analytischer und strukturierender Aufgaben stehen im
Arbeitsbereich mehrere KI-gestützte Funktionen zur Verfügung:
- Filter generieren: Unterstützt die systematische Strukturierung von Prompts, indem auf Basis vorhandener Metadaten passende Filterkategorien und Filterelemente abgeleitet und zur weiteren Nutzung vorgeschlagen werden.
- Deep Select: Kombiniert vektorbasierte Ähnlichkeitssuche mit KI-gestützter Relevanzbewertung, um eine kontextsensitive Vorauswahl relevanter Filter- und Prompt-Elemente zu ermöglichen. Die endgültige Auswahl bleibt dabei bewusst in der Verantwortung der Nutzenden.
- Prompt generieren: Leitet aus strukturierten Eingaben geeignete Prompt-Strategien ab und überführt diese in vorstrukturierte Prompt-Entwürfe, die als Ausgangspunkt für weitere iterative Entwicklungsprozesse dienen.
- Iterative Prompt-Entwicklung und Re-Prompting: Systematische Weiterentwicklung von Prompts auf Basis vorheriger KI-Ausgaben. Änderungen werden im Zusammenhang ihrer Wirkung betrachtet und nachvollziehbar fortgeführt.
- Prompt-Reflexion: Textbasierte Reflexionsfelder zur Dokumentation von Annahmen, Entscheidungen, Beobachtungen und offenen Fragen im Prompt-Entwicklungsprozess.
- Strukturierte Prompt-Sammlungen und raumspezifische Bibliotheken: Organisation, langfristige Sicherung und gemeinsame Nutzung von Prompts als weiterentwickelbare Artefakte. Entwicklungsstände, Kontexte und Zielsetzungen bleiben transparent dokumentiert.
- KI-Assistenten: Eigenständiger Funktionsbereich zur Erstellung spezialisierter KI-Assistenten auf Basis ausgewählter Prompts oder Sammlungen für wiederkehrende Aufgaben, Themen oder methodische Arbeitsweisen.
- Raumspezifische Systemprompts und API-Einbindung: Definition grundlegender Rahmenbedingungen durch Systemprompts sowie Anbindung externer KI-Dienste und Modelle zur Integration in bestehende Arbeits-, Lehr- oder Forschungsumgebungen.
- und andere..